GAMI

1 min read

Das Projekt von Nick Eichler beschäftigt sich mit der inzwischen zum Normativ gewordenen Bereitschaft vieler Menschen: der Externalisierung immer weiterer Bereiche individueller Sozialität in fiktionale und digitale Parallelwelten.

Der konkrete Kontakt zwischen Menschen wird mit einer Art des digitalen Placebos ersetzt und heute häufig als angenehmer, weil steuerbarer wahrgenommen.

Die seit einigen Jahren unter dem Sammelbegriff der Künstlichen Intelligenz formierten Versprechen übernehmen dabei zunehmend eine soziale Funktion, die bis vor wenigen Jahren noch als typisch menschlich bezeichnet wurde.

Das Projekt nutzt hier clever die heute noch gewohnten Standards einer digitalen App und portiert diese in das Geschehen einer fiktiven Zukunft, in der das Tool als übergeordneter und emotionaler Begleiter all das übernimmt, was wir in unserer Gegenwart noch als gesunden Menschenverstand oder schlicht Selbstwahrnehmung bezeichnen.

Das Seltsame dabei ist, es ist irgendwie vorstellbar, dass all dies Realität wird.

Veranstaltung: WAHN.SINN

Hier das INFOPLAKAT zum Projekt.

Information zur Veranstaltung:

Zwischen Wahnsinn und Verstand ist oft nur eine dünne Wand (Daniel Düsentrieb)

Was ist schon normal? Was ist zu viel? Was ist genug? Wir scheinen immer mehr zu brauchen, immer schneller sein zu wollen, immer extremer, um zufrieden zu sein, um uns wahrzunehmen.

In dieser Veranstaltung geht es um das Extreme, aber nicht aus einem abstrakten Blickwinkel, sondern mit dem Blick auf die Menschen – auch auf uns selbst –, die das Extreme suchen, um ihrem Leben Bedeutung zu geben, um sich von anderen zu unterscheiden. Wir schauen dabei auf die kleine Welt des Einzelnen und auf die grossen, globalen Themen, die in immer schnelleren Frequenzen durch die Medien rasen.

Es geht uns bei der Veranstaltung um das Sichtbarmachen, um das Entlarven des scheinbar Normalen, das, woran wir uns immer mehr gewöhnen und nicht mehr fragen: Ist das richtig so?

Ziel ist ein kritischer Blick, aber nicht der moralische Zeigefinger. Wir wollen in der Entwurfsarbeit auch an Grenzen stossen: Wie weit können und wollen wir gehen? Die Wahl des Mediums für Ihr Projekt steht Ihnen frei.


Das Urheberrecht liegt bei den Studierenden. Jede Nutzung der Bilder, in welcher Form auch immer, ist strafbar.

HOCHSCHULPROJEKTE

Carl Frech
39 sec read

FATIGUE

Carl Frech
1 min read

kostbar.

Carl Frech
1 min read