HUMN PLUS

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Das Projekt von Annika Federspiel, Nicole Jansen und Lilli Hofmann hat mittels einer nur bei genauer Hinschau sichtbaren Provokation ein sozialpsychologisch relevantes Thema untersucht: die latente Verführbarkeit des Menschen.

Man kann es sicher als ein Phänomen bezeichnen, dass heute kommerzielle Angebote in Form konkreter Alltagsprodukte diese mit Versprechen verbinden, die im Grunde oft absurd sind – und trotzdem gekauft werden.

Produkte dieser Art werden mit einem Fachterminus Claims genannt. Gerne, wenn es um Fragen der Gesundheit geht (Health Claims), doch die Fantasie der Unternehmen reicht heute weit darüber hinaus.

Das Projekt hat eine fiktive Marke entwickelt, die mit dieser Art der Verführung gekonnt spielt und auf eine seltsame Weise, trotz der verrückten Versprechen, eine gewisse Faszination vermittelt.

Es wird deutlich, wie leicht Manipulation gelingt. Und niemand sollte von sich behaupten, dass dies nur bei den anderen funktioniert.

Veranstaltung: WAHN.SINN

Hier das INFOPLAKAT zum Projekt.

Information zur Veranstaltung:

Zwischen Wahnsinn und Verstand ist oft nur eine dünne Wand (Daniel Düsentrieb)

Was ist schon normal? Was ist zu viel? Was ist genug? Wir scheinen immer mehr zu brauchen, immer schneller sein zu wollen, immer extremer, um zufrieden zu sein, um uns wahrzunehmen.

In dieser Veranstaltung geht es um das Extreme, aber nicht aus einem abstrakten Blickwinkel, sondern mit dem Blick auf die Menschen – auch auf uns selbst –, die das Extreme suchen, um ihrem Leben Bedeutung zu geben, um sich von anderen zu unterscheiden. Wir schauen dabei auf die kleine Welt des Einzelnen und auf die grossen, globalen Themen, die in immer schnelleren Frequenzen durch die Medien rasen.

Es geht uns bei der Veranstaltung um das Sichtbarmachen, um das Entlarven des scheinbar Normalen, das, woran wir uns immer mehr gewöhnen und nicht mehr fragen: Ist das richtig so?

Ziel ist ein kritischer Blick, aber nicht der moralische Zeigefinger. Wir wollen in der Entwurfsarbeit auch an Grenzen stossen: Wie weit können und wollen wir gehen? Die Wahl des Mediums für Ihr Projekt steht Ihnen frei.


Das Urheberrecht liegt bei den Studierenden. Jede Nutzung der Bilder, in welcher Form auch immer, ist strafbar.

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