PATRIARCHY RELOADED

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Das Projekt von Corinna Mayer und Laura Müller nähert sich investigativ und in gewisser Weise auch journalistisch einem sozialen Nischenthema, welches gesellschaftlich immer stärker an Sichtbarkeit gewinnt: Trad Wives und Manosphere.

Je nach der damit verbundenen Perspektive könnte man von Neokonservativismus sprechen. Vielleicht jedoch wird durch diesen Begriff eine besorgniserregende Bewegung verharmlost.

Zwei Trends, die eine irritierende Ähnlichkeit verbindet. Auf der einen Seite eine, nicht zuletzt in den vergangenen Jahren durch soziale Medien forcierte Faszination eines extrem traditionellen Frauenbildes.

Auf der anderen Seite der Hype um ein extremes und häufig aggressiv auftretendes Männerbild, das durch körperliche Selbstoptimierung und einen patriarchalischen Machtanspruch von sich reden macht.

Das Projekt beschreibt diese beiden Phänomene mit einer sezierenden Präzision und entlarvt durch die konstruktive Form der Informationen zu dem Themenfeld eine Welt, die bei immer näherer Betrachtung pathologische Dimensionen offenbart.

Veranstaltung: WAHN.SINN

CORINNA MAYER, LAURA MÜLLER

Hier das INFOPLAKAT zum Projekt.

Information zur Veranstaltung:

Zwischen Wahnsinn und Verstand ist oft nur eine dünne Wand (Daniel Düsentrieb)

Was ist schon normal? Was ist zu viel? Was ist genug? Wir scheinen immer mehr zu brauchen, immer schneller sein zu wollen, immer extremer, um zufrieden zu sein, um uns wahrzunehmen.

In dieser Veranstaltung geht es um das Extreme, aber nicht aus einem abstrakten Blickwinkel, sondern mit dem Blick auf die Menschen – auch auf uns selbst –, die das Extreme suchen, um ihrem Leben Bedeutung zu geben, um sich von anderen zu unterscheiden. Wir schauen dabei auf die kleine Welt des Einzelnen und auf die grossen, globalen Themen, die in immer schnelleren Frequenzen durch die Medien rasen.

Es geht uns bei der Veranstaltung um das Sichtbarmachen, um das Entlarven des scheinbar Normalen, das, woran wir uns immer mehr gewöhnen und nicht mehr fragen: Ist das richtig so?

Ziel ist ein kritischer Blick, aber nicht der moralische Zeigefinger. Wir wollen in der Entwurfsarbeit auch an Grenzen stossen: Wie weit können und wollen wir gehen? Die Wahl des Mediums für Ihr Projekt steht Ihnen frei.


Das Urheberrecht liegt bei den Studierenden. Jede Nutzung der Bilder, in welcher Form auch immer, ist strafbar.

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